Die Vietnamesische Küche

Leicht, lecker und gesund

Pagode im Wasser in Vietnam
Vietnamesische Pagode

Wer durch die Städte in Vietnam reist, sieht an fast allen Plätzen Verkaufsstände mit frischem Gemüse, Fisch und herrlichen exotischen Spezialitäten. Mobile Garküchen dampfen an vielen Ecken, meist von kleinen Familienbetrieben, die ihre Rezepte oft über Jahrzehnte verfeinert haben.

Ihre Qualität des Essens ist überraschend gut und abwechslungsreich  Das Leben in Vietnam findet auf der Strasse statt, viel mehr als bei uns. Vietnam ist also ein richtiges Streetfood-Paradies. 

Vietnamesisches Streetfood mit frischen Zutaten und verschiedenen Gewürzen
Traditioneller Markt mit frischem Gemüse und Gewürzen

Reis, Reisnudeln sowie Gemüse sind praktisch bei jedem Essen dabei. Sie werden meist zusammen mit Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten zubereitet. 

Die vietnamesischen Gerichte werden natürlich mit exotischen Gewürzen verfeinert. Curry, Zimt, Anis, Koriander und Minze sind sehr beliebt. Und bei vielen Vietnamesen darf die beliebte Fischsauce Nuoc Mam nicht fehlen.

Ying und Yang in der Küche

Die Philosophie des Essens in Vietnam kann beschrieben werden mit Ying und Yang. Dies bedeutet, dass beim Kochen und Würzen Gegensätze einem Gericht vereint werden. Sie ergänzen sich und harmonieren miteinander. So findet man Geschmacksrichtungen wie süss, sauer, salzig, scharf und bitter miteinander kombiniert. 
Normalerweise wird aber weniger scharf gewürzt als in den Nachbarländern. Oft schmeckt es sogar etwas indisch.

Die hohen Ansprüche der französischen Kolonialherren

Durch die Lage Vietnams hat sich eine bunte Mischung verschiedener Kochkulturen entwickelt. Das Land liegt an der früheren Transitroute von China nach Indien. Und Thailand ist ebenfalls nicht weit.

Auch die kulinarischen Ansprüche der früheren Kolonialherren aus Frankreich haben ihre Spuren hinterlassen. Die vietnamesischen Köche haben viele Elemente der französischen Cuisine übernommen, damit die vielen Gourmets in den Truppen der französischen Besatzungsmacht zufrieden waren. Jetzt wissen Sie auch, warum Sie in Vietnam überall Baguettes und Croissants bekommen können. 

Seit der Kolonialzeit sind vietnamesische Speisen sehr harmonisch auf einer Wellenlänge mit dem europäischen Geschmack.  

Ein paar vietnamesische Spezialitäten ...

Frühlingsrolle oder Sommerrolle?

Ihre Geschichte geht zurück bis ins Jahr 400 n. Chr, in der Zeit der Besatzung durch China. Im Frühling wurden die Sprossen der kommenden Gemüsesorten in eine dünne Teigschicht gewickelt und knusprig gebraten. 

Summerrolls mit Erdnuss Sosse und frischem Gemüse, traditionelle Vietnamesische Küche nahe der Schweiz
Sommerollen mit frischem Gemüse in Reispapier gewickelt

Heute ist die Frühlingsrolle einer der beliebtesten asiatischen Snacks. Oft sind sie gefüllt mit Gemüse, Fisch, Fleisch oder Meeresfrüchten. Kombiniert werden sie mit einer süss-sauer Sauce oder Sojasauce.

 

Sommerrollen dagegen werden mit frischem Gemüse gefüllt und in transparentes Reispapier eingewickelt. Dieser besonders leichte und erfrischende Snack wird gerne mit einer Erdnuss-Sauce oder Limetten-Sauce serviert.

Pho

Traditonell zubereitete Pho Suppe mit frischen Zutaten wie Gemüse, Rindfleisch und Gewürzen
Pho mit Reisbandnudeln und frischen Zutaten

"Phó" (gesprochen Faa) ist eine Suppe aus Reisbandnudeln, die in einer Rinderbrühe oder Hühnerbrühe zubereitet werden.

 

Traditionell wird Pho in einer grossen Schale serviert. Garniert wird mit verschiedenen Gemüsesorten, sowie Variationen von Fleisch, Fisch, Meeresfrüchten oder Tofu. Der Geschmack wird zusätzlich verfeinert durch frischen Koriander und typisch vietnamesische Kräuter und Gewürze.

Bun

Bun Bo Xao mit frischen Zutaten und Vietnamesische Gerichte im Saigon Restaurant Rheinfelden
Bun Bo Xao mit frischem Gemüse und gebratenem Rindfleisch

"Bun" ist eine weiteres vietnamesisches Nationalgericht, aus gebratenen Reisnudeln, Gemüse und gegrilltem Fleisch oder Fisch.

 

Beliebt sind vor allem die Variationen Bun Bo Xao mit gebratenem Rindfleisch, Bun Vit Quay mit gebratenem Entenfleisch oder Bun Chay mit gebratenem Tofu.

Traditionell wird in der vietnamesichen Küche eher kurz und dafür sehr heiss gebraten. Dadurch bleiben auch die Vitamine besser erhalten. Da ein der Teil der Bevölkerung buddhistisch ist, finden Sie in Vietnam eine grosse Vielfalt an vegetarischen und veganen Gerichten.


*Das vietnamesische Restaurant Saigon hat seinen Namen von der grössten Stadt im Süden des Landes. Der offizielle Name heute ist Ho-Chi-Minh-Stadt. Ho-Chi-Minh war Revolutionär und von 1945-1969 Präsident der Demokratischen Republik Vietnam. 1917 arbeitete er kurze Zeit als Koch in London, zusammen mit einem berühmten französischen Küchenchef.